für Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere

Person mit roter Schleife

Wenn du ohne Aufenthaltstitel in Deutschland lebst, kannst du dich nicht bei einer Krankenkasse versichern. Unter bestimmten Voraussetzungen bekommst du aber Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz – lass dich am besten beraten. Beratungsstellen findest du hier.

Anonyme und kostenlose Behandlung

Bei Organisationen wie der Malteser Migranten Medizin, MediBüro oder Ärzte der Welt gibt es Ärzt*innen, die dich anonym (du musst deinen Namen nicht nennen) und kostenlos behandeln, wenn du plötzlich krank wirst, dich verletzt hast oder wenn du schwanger bist. Bei einem Notfall solltest du dich aber sofort ins Krankenhaus bringen lassen. In der Notaufnahme muss man dir auch dann helfen, wenn du nicht versichert bist und die Behandlung nicht bezahlen kannst.

Trotzdem kann es im Krankenhaus manchmal zu Problemen kommen. Daher ist es gut, wenn du Kontakt zu einer Clearingstelle oder einem MediNetz/MediBüro hast, damit du dann schnell Unterstützung holen kannst.

Chronische Erkrankung

Wenn du chronisch krank bist, ist es nicht einfach, eine dauerhafte ärztliche Behandlung und Medikamente zu bekommen. Außerdem müsstest du diese selbst bezahlen. Vor allem bei schweren Krankheiten wie zum Beispiel HIV ist das sehr teuer. Wenn du in dieser Situation bist, lass dich von einer Migrant*innenorganisation beraten. Adressen findest du hier. Auch Gesundheitsämter und Aidshilfen können helfen.

Schwangerschaft

Wenn du schwanger bist und keine Krankenversicherung hast, kannst du dich auch in einem staatlichen Gesundheitsamt untersuchen lassen. Außerdem hast du mindestens sechs Wochen vor und bis acht Wochen nach der Geburt Abschiebungsschutz, in manchen Bundesländern sogar 3 Monate vor bis 3 Monate nach der Geburt. Du kannst dann eine Duldung und Leistungen nach dem „Asylbewerberleistungsgesetz“ bekommen. Auch hier hilft eine Beratungsstelle weiter.